• Interview mit money:care (Finalist 2021)

    Was vor etwa einem halben Jahr mit einem YouTube-Kanal zum Thema finanzielle Bildung angefangen hat, soll in Zukunft Impact Investing für Privatanleger*innen ermöglichen – durch eine Broker-App, die finanzielle Rendite und Wirkung vereint.

    Wie kam euch die Idee und was macht ihr genau?

    Wir beschäftigen uns nun schon seit längerer Zeit mit unseren eigenen Finanzen und investieren unser Geld an der Börse. Dabei haben wir gemerkt, wie schwer zugänglich das Thema ist und wie viele Barrieren einem im Weg stehen. Die meisten wissen, dass man finanziell vorsorgen sollte, aber die wenigsten tun es tatsächlich. Gründe dafür können ganz unterschiedlich sein – sei es die Informationsflut oder auch moralische Bedenken, was die Unternehmen mit dem investierten Geld tatsächlich machen. 

    Mit money:care wollen wir genau diese Probleme angehen. Mit unserer App soll jede:r bereits mit kleinen Summen in ausgewählte Unternehmen investieren können, die sich für Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit einsetzen. Und mit Inputs über’s wirkungsvolle Investieren begleiten wir Privatanleger:innen auf ihrer Reise zu mehr finanzieller Selbstbestimmung. In unserer Broker-App setzen wir auf vollste Transparenz, damit man nachvollziehen kann, welchen Impact das eigene Geld hat. 

    Die Idee kam uns übrigens eines Nachmittags beim gemeinsamen Kaffeetrinken. Wir betreiben jedoch schon seit längerer Zeit einen gemeinsamen gleichnamigen Youtube Kanal zu dem Thema Finanzen. 

    Was bereitet euch im Moment schlaflose Nächte?

    Wir denken, dass es gute Gründe gibt, warum viele Menschen wahrscheinlich nicht gut schlafen können, von Klimawandel bis globale (Un)Gerechtigkeit. Umso wichtiger ist es jedoch, sich diesen Herausforderungen nicht einfach zu unterwerfen, sondern aktiven Wandel voranzutreiben. Wir glauben, Unternehmertum kann ein wertvolles Vehikel dafür sein. 

    Wie verschafft ihr euch Ausgleich?

    Als Paar, das gemeinsam gründet, ist das natürlich eine sehr wichtige Frage! Wir schaffen es jedoch auch sehr gut, mal nicht über money:care zu reden. Am liebsten verbringen wir gemeinsam Zeit in der Natur, sei es beim ausgedehnten Spazierengehen durch Wiens schöne Parks oder beim Besuch der Heurigen mit Freund:innen.

    Welchen Impact hat euer Projekt auf euer Umfeld?

    In unserem persönlichen Umfeld bekommen wir mit, dass das Thema Finanzen oft eher unliebsam ist. Durch unser Projekt kommen diese Themen jetzt natürlich öfter auf, was uns sehr freut. 

    Auf unsere Gründung bezogen bewirken wir, dass wir den Impact, den Unternehmen haben, aufzeigen. Dadurch wird es für dich und mich viel einfacher, die eigenen Werte an die Börse zu bringen und durch Investitionen in nachhaltige unternehmerische Visionen die SDGs mitzufinanzieren. 

    Wie sieht euer vollendetes Projekt aus?

    Unser fertiges Produkt ist eine Broker-App, also eine App über die man an der Börse investieren kann. Wir unterscheiden uns jedoch von konventionellen Broker-Apps, da wir lediglich solche Unternehmen handelbar machen, die einen positiven Impact auf die Welt haben. Außerdem werden Inhalte zur finanziellen Bildung mit eingebunden, damit Investieren auch Erstanleger:innen zugänglich gemacht wird. 

    In der konkreten Umsetzung bedeutet das, dass wir durch unsere Impact-Metrik Unternehmen ganz genau beleuchten und schauen wie deren Impact aussieht. Nur wenn dieser positiv ausfällt, kann man diese Unternehmen in unserer Broker-App handeln. Die positive Wirkung der Unternehmen muss nachweisbar und messbar sein. So sorgt man mit seinen Investitionen für die eigene Zukunft vor und behält gleichzeitig den Impact seiner Investments im Blick.