• Ein Gespräch mit Valerie Mühlenburg,

    Ein Gespräch mit Valerie Mühlenburg, Gründerin von „The Connection

    „The connection“ ist ein Kaffeehaus, das jungen MigrantInnen den Berufseinstieg ermöglicht. Das Sozialunternehmen ist auf drei Pfeilern aufgebaut:

    • Die Anstellung der Jugendlichen, sodass sie Berufserfahrung sammeln können, aber auch Regeln und Pflichten bei der Arbeit kennen lernen
    • Diverse Kurse, die angeboten werden, von Deutschkursen bis zu Trainings wie „der richtige Umgang mit dem Gast“
    • Ein Mentorenprogramm, wo die Jugendlichen  Ehrenamtliche zur Seite bekommen, die sie 1:1 betreuen. Die Mentoren unterstützen beim Bewerbungsschreiben, geben Nachhilfe, oder trinken einfach einen Kaffee und üben Deutsch mit den Jugendlichen.

     

     Wie bist du auf die Idee gekommen dein eigenes Projekt zu starten?

    Ich habe gerade einen Job in dem Bereich gesucht, also mit Jugendlichen und vor allem jungen Migranten, weil das für mich gerade ein aktuelles Thema war. Doch ich fand nicht das, wonach ich gesucht habe: einen Ort wo die Jugendlichen arbeiten und gleichzeitig das, was sie lernen umsetzen können. Ich stellte mir  ein Umfeld vor, in dem sie Kontakte knüpfen und ihre eigenen Netzwerke aufbauen. Deswegen habe ich gedacht, okay, ich mache es selber und habe The Connection gegründet.

     

    Was waren deine ersten Schritte dazu?

    Die Idee war schon länger da, einen Ort des Austausches zu schaffen. Diese Idee habe ich zusammengefasst und ein Konzept geschrieben. Die ersten Schritte waren, dass ich es einfach an Leute geschickt habe, die in dem Bereich tätig sind. Ich wollte Feedback bekommen, um zu sehen, ob das Projekt möglich ist, ob es realistisch ist. Der nächste wichtige Schritt war, dass ich mir Verbündete geholt habe. Zu zweit geht es besser als alleine. Dann habe ich noch jemanden für die Deutschkurse und ein Team gesucht. Und dann haben wir das Projekt schon beim SIA eingereicht, was sicher sehr geholfen hat, einfach um Kontakte und Netzwerke mit potentiellen Sponsoren aufzubauen, aber auch um noch einmal Feedback zu bekommen. Der Preis war so eine Art Gütesiegel. Die Leute haben sich gedacht, da hat schon einmal jemand drüber geschaut, das muss was Gutes sein, das Hand und Fuß hat. Natürlich waren wir auch in den Medien, was uns sehr unterstützt hat. Wir haben dadurch Mentoren bekommen, die sich beteiligen wollten, aber auch mehr Gäste fürs Cafe.

     

    Welche Tipps würdest du jemandem geben, der sein eigenes Projekt starten will?

    Zuerst muss er einfach machen, darüber reden. Es ist ganz wichtig, sich auszutauschen. Es hat mir auch sehr geholfen bei Wettbewerben mitzumachen, Feedback zu bekommen und daran zu arbeiten. Und durchzuhalten…wir hatten am Anfang sehr viele Schwierigkeiten mit Behörden etc.. Dabei haben mir meine Freunde geholfen. Also wenn es so richtig frustrierend wird, ist es gut, wenn man nicht alleine ist, sondern im Team.

     

    Was hast du für dich persönlich gelernt?

    Viel! Von Barista, über Buchhaltung, über den Umgang mit den Jugendlichen, die Einschulungen, es gibt viele verschiedene Rollen die man einnimmt. Den Verein vertreten auf verschiedenen Events, um Geld zu sammeln, und auch sein eigener Chef zu sein, mit den Jugendlichen abends mal aufzukehren, also es sind ganz unterschiedliche Tätigkeiten.

     

    Gibt es noch etwas das du abschließend sagen möchtest?

    Ja, wir freuen uns sehr über Gäste und wir freuen uns immer über Mentoren, Leute die vorbeikommen, uns unterstützen oder einfach Kaffee bei uns trinken!

     

    Das Cafe The Connection befindet sich in der Garnisongasse 11, 1090 Wien.

    Am Donnerstag, 26. Februar von 17-20 Uhr findet dort ein kostenloser Workshop zu Ideengenerierung statt. Hier kannst du dich anmelden!

    Dieser Artikel wurde von Manuela Krivda geschrieben.

     

     

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