• Interview mit SozialPod (Finalist 2019)

    Der Sozial.Pod greift die unglaublich (aber definitiv nicht ausreichend beleuchtete) vielfältige Soziale Landschaft Wiens in Form eines Podcasts auf und erstellt so eine soziale Plattform auf welcher NGO’s, soziale Institutionen und Individuen zu Wort kommen.

     

    Wie kam euch die Idee und was machst du/ihr genau?
    Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit und Armut sind alles Themen die in meinem Studium (Sozialarbeit an der FH) zwar behandelt wurden, welchen aber außerhalb der “Sozialarbeits-Bubble” definitiv nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt wird. So ist mir die Idee nach meinem Studium, diese Bandbreite von sozialen Themen durch das Medium Podcast diskutierbarer und dadurch gleichzeitig zugänglicher zu machen, gekommen. Denn Menschen wissen so wenig über das Schicksal und den Lebensgeschichten ihrer Mitmenschen: der Podcast und die Website in welcher der Podcast integriert ist hat es sich deswegen zur Aufgabe gemacht eine soziale Plattform ins Leben zu rufen auf welcher man sich austauschen, bilden und direkt von der Quelle über gesellschaft prägende Themen zu lernen kann.

    Wer sind deine Role Models?
    Schnitttechnisch sind meine Role Models definitv Renata Schmidkunst von Ö1 “Das Gespräch” und Elisabeth Scharang von dem FM4 Format “Doppelzimmer”. Selber höre ich gerne den Falter Podcast und den “Grosse Töchter” Podcast von und gleichzeitig mit Beatrice Frasl. Von Elisabteh T. Spira (Liebesgschichten und Heiratssachen) bin auch noch ein grosser Fan!

    Was bereitet dir im Moment schlaflose Nächte?
    (lacht) Nur wenn ich zu viel Kaffee trinke und dann nicht einschlafen kann weil ich in so einem Ideenwahn bin. Dann muss ich so lange wie möglich diese produktive Phase ausnutzen und dann natürlich ja nicht einschlafen!

    Wie schafft ihr euch als Team Ausgleich?
    Seit kurzem ist auch Helena, eine Studienkollegin und mittlerweile gute Freundin in meinem Team und ich muss ehrlich sagen, da wir so einen ähnlichen Ansatz betreffend der Vision und sogar den gleichen Humor haben schaffen wir uns tatsächlich einfach durch Zusammensein Ausgleich. Manchmal kann ich sogar nicht glauben dass es so reibungslos läuft!

    Welchen Impact hat euer Projekt auf dessen Umfeld?
    Definitiv kreiert der Podcast eine Form von Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung triggernder Themen die eine kognitive Dissonanz hervorrufen und daher lieber verdrängt werden als darüber nachzudenken. Uns ist nicht bewusst dass Armut und Obdachlosigkeit jedem von uns passieren kann ohne das viel passiert, daher braucht es meiner Meinung ganz generell andere Haltung gegenüber diesen wichtigen Fragen. Ein anderer wichtiger durch den Podcast hervorgerufener Impact: Empowerment. Eine der Ziele des Podcasts ist es eine Vielfalt von Menschen zu inkludieren und Werte wie Achtung, Respekt weitergeben.

    Was ist deine Lieblingspodcastfolge?
    Meine absolute Lieblingspodcastfolge ist eine Folge von FM4 “Doppelzimmer” mit österreichischen Schriftsteller Michael Köhlmaier. Michael Köhlmaier selber in einer Podcastfolge haben zu können, wäre natürlich der absolute Wahnsinn!

    Warum ein Podcast?
    Da das Medium eine große Masse ansprechen sollte und gleichzeitig auch sensibilisieren sollte eignet sich ein Podcast perfekt dafür. Die große Vision für das Projekt wäre es aber eine sozial Plattform zu erstellen auf welcher sich Menschen mit allen möglichen Hintergründen austauschen und auch voneinander lernen können.